Ich habe ein Buch geschrieben.
Du magst tiefgründige, humorvolle Unterhaltung?
Du denkst gerne über die großen Zusammenhänge nach?
Du findest, dass auf unserer Erde viel schief läuft?
Du bist unzufrieden damit, wie es ist?
Du bist neugierig, wie ich die Welt der Wirtschaft betrachte?
Du bist neugierig, wie ich die Welt betrachte?
Dann lies mein Buch!
Zu haben ist das Buch bei mir direkt oder via amazon.
Kurzgeschichten
Einige meiner Kurzgeschichten gibt es gratis zu lesen und zwar auf der Online-Plattform Story.One, und das zu allen möglichen Themen:
Es geht um Bäume, ums Essen, ums Reisen, es geht um Spiritualität, es geht um einen Henker, die Pandemie und Philosophie.
exklusiv auf meiner Homepage veröffentlichte Werke
Hier mein Text, der bei meinem "Poetry Slam"-Debut in Linz im Finale immerhin gleich zum zweiten Platz geführt hat. Steht noch in keinem Buch und ist alleine hier online veröffentlicht
Die Ballade vom Hampelmann
Rupi by Rupi Records, 2019
Und eins und zwei und drei und vier,
der Hampelmann geht aus der Tür.
Er setzt sich in sein Fahrzeug rein,
und legt den ersten Gang hinein,
dann fährt er los.
.
[Pause 5 sek]
.
Und plötzlich hält der Hampelmann,
bei einer roten Ampel an,
und fängt vor Wut zum strampeln an,
und schreit: "Verfickte Ampel, Mann!"
so wild, wie sonst nur Kramperl san,
und Leut die sonst nur granteln dan,
er atmet durch.
.
[Pause 2 sek]
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Nutz den Tag, denkt Hampelmann,
und legt geschickt den Kampel an,
Entfernt hat von der glatten Mähne,
sich eine Revoluzzersträhne.
Gott sei Dank, denkt Hampelmann,
wie schnell ein Ego wanken kann.
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[Pause 1 sek]
Zur Arbeit fährt der Hampelmann,
dort fängt er dann zum hampeln an,
Der Chef sagt: "Wie der Hampeln kann,
das kann nur unser Hampelmann."
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[Pause 2 sek]
.
Die Achse X die Macht,
die Achse Ypsilon, das Geld,
Er ist der größte auf der Welt.
auf einmal kommt die Achse Z,
und drückt den Hampelmann ins Bett.
und er bemerkt, von dieser Seite,
hat er nur eine schmale Breite.
.
[Pause 5 sek]
.
Und in weiter ferne dann
im Nest, bei ein paar Lamperl an.
Da hängt der liebe Hampelmann
der Hampelfrau ein Wamperl an.
Der Arzt zeigt bald im Kreissaal dann,
umher den kleinen Hampelmann.
.
Und bald schon fängt klein Hampelmann,
wie der Papaa zum hampeln an, und
dann sagt stolz groß Hampelmann:
"So wie der Mann Hampeln kann,
das kann nur unser Hampelmann."
Danke.
Mit diesem Schmuckstück habe ich beim Poetry Slam damals die Vorrunde gemeistert:
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse
Rupi by Rupi Records, 2019
Sprachwissenschaften
Das Wort „Kekse“ wurde ersatzlos abgeschafft und existiert nicht mehr. Begründung: Die Mehrzahl bildet sich in der deutschen Sprache, in dem man einem Wort ein "s" anhängt. Beispiel: I bin da Rupi. Gäbe es von mir zwei, was definitiv nicht der Fall ist, dann wären es zwei Rupi"s". Das Wort Keks endet schon mit einem s und ist daher folgerichtig ab jetzt das Mehrzahlwort. Möchte man nun ein einzelnes kleines Stück zuckerhaltiges hartgebackenes brotartiges Ding korrekt bezeichnen, dann wählt man nun das Wort „Kek“. Beispiel: Nimmt man sich aus der Kekdose einen Kek und dann noch einen Kek, so hat man sich in Summe 2 Keks genommen. Durch diese Erkenntnis fühlt sich der Volksmund bestärkt und bestätigt, wurde diese Meinung dort doch schon immer vertreten. Etwa in Sätzen wie: "Pfoa, "Wetten Dass..?" is heut so fad, Oma, kena ma uns ned wenigstens Keks aufmochn." oder "Die Keks von der Tante Mitzi hobi daunighaut, weil de waren trocken und grauslich."
Technik
Der begnadete Garagenbastler Werner Heinz Grümelhorst hat einen fliegenden Hammer erfunden. Bislang fliegt der Hammer, nachdem man ihn zuvor nach oben geworfen hat und bis man ihn wieder fängt, oder dieser auf dem Boden aufprallt. Der Erfinder Grümelhorst selbst über die Einschränkungen seiner Erfindung: "Das sind nur temporäre Kinderkrankheiten, die bald aus dem Weg geräumt sind. Habe ich erst die mächtigen Rothschilds auf meiner Seite, dann werde ich größer als Mark Zuckerberg, und davon habe ich immer geträumt."
Ernährungswissenschaften.
Eine neue Diät lässt die Wogen unter den Diätologen hochgehen. Sie heißt: "Die völlige 0-Diät“ und besteht aus nur einer Regel: Gar nichts Essen oder Trinken." Entwickler Thorsten Hager über den bahnbrechenden Erfolg seiner Studie: "100 % aller Probanden haben sich schon 2 Wochen nach Beginn der Diät nicht mehr über ihr Gewicht beschwert. Und auch sonst über nichts."
Philosophie
Das Ableben des berühmten tschechischen Schlagersängers und Biene-Maja-Helden Karel Gott bestätigt endgültig Nietzsches provokante These: "Gott ist tot."
Rechtswissenschaften
Der Tod Gottes bedarf der juristischen Aufarbeitung: Ähnlich wie bei Schlagerkollege Udo Jürgens streiten jetzt die Kinder um das Erbe Gottes. Wer diesen Streit für sich entscheiden wird, das weiß nur Gott allein. Sowohl das hinlänglich bekannte alte als auch das neue Testament wurden angeblich durch ein ganz neues Testament verdrängt, die Gottes wahre als Liebe zur Alleinerbin einsetzt: Unsere Mutter Erde.
Danke
Das hier ist mein Beitrag, den ich beim FM4-Literaturwettbewerb eingeschickt habe, ich habe dort aber nicht gewonnen, obwohl der Text sehr gut ist.
Kontakt – ein Abriss
Rupi by Rupi Records, April 2020
Nicht viele Menschen verdienen sich Zeit ihres Lebens das Attribut „Schockrocker“. Einer von ihnen ist Ozzy Osbourne, der sich dieses Attribut vor allen Dingen deshalb erkämpft hat, weil er 1982 bei einem Konzert live vor Tausenden einer Fledermaus den Kopf abgebissen hat.
Weniger gefeiert für die gleiche Tat wurde dann etwa 38 Jahre später ein Mensch aus China, der sich im Reptiliensupermarkt in Wuhan eine Fledermaus gekauft hat und diese in einem Sitz aufgejausnet hat. Die Tragweite seiner Handlung war ihm vermutlich während des Jausnens nicht bewusst, denn er sollte sich als erster mit dem neuartigen Coronavirus anstecken. So zumindest will es die Mär, die sich verbreitet hat, unter anderem durch Frenkie Schinkels‘ Facebook-Rede an die Nation, um die ihn keiner gebeten hat.
Ob jetzt dieser einzelne chinesische Mensch Schuld hat, oder gleich alle Chinesen, oder gar niemand, das kann man sich aussuchen, je nachdem wie vorurteilhaft und verallgemeinernd man ist. Fakt ist aber: Wenn ein Volk eineinhalb Milliarden Individuen groß ist, und diese nur über eine sehr eingeschränkte Meinungs- und Redefreiheit verfügen, ganz im Gegensatz zu Frenkie Schinkels hier in Europa, dann erzwingt man ja förmlich, dass sich etwas verrückte Geister andere Auswege suchen und beispielsweise auch einmal eine Fledermaus aufjausnen.
Und überhaupt: Warum gibt keiner dieser Fledermaus die Schuld? Mehr Tierschutz muss doch im Umkehrschluss dazu führen, dass die Tiere endlich für ihre Handlungen mehr Verantwortung übernehmen, das kann doch so nicht weitergehen. Natürlich hat dieser chinesische Mensch, gemessen an der gesellschaftlichen Ordnung in Europa, etwas Verpöntes und nicht unbedingt Appetitliches getan, aber die Fledermaus doch auch, denn die hat immerhin vor lauter Gusto ein Virus gefressen, und das ist ganz objektiv betrachtet viel verwerflicher. Und wehe, es kommt jetzt wer mit dem Argument, das Virus sei so klein und deshalb von der Fledermaus nicht wahrgenommen worden, denn jeder weiß, dass Fledermäuse Ultraschallaugen haben und die sehen noch besser und klarer, als sich Frenkie Schinkels ausdrücken kann.
Natürlich mag man jetzt der Meinung sein, dass eine Zusammenfassung bereits jetzt im Text so unnötig ist, wie Frenkie Schinkels‘ Rede zur Nation, aber es herrscht eben hier Meinungsfreiheit und so sei zusammengefasst: Ozzy Osbourne hatte irgendwann Kontakt mit einer Fledermaus, was mit dem Rest der Geschichte wenig zu tun hat. Viel später dann hatte eine Fledermaus Kontakt mit einem klitzekleinen Virus und ein chinesischer Mensch hatte dann Kontakt mit dieser einen Fledermaus und in weiterer Folge Kontakt mit vielen anderen chinesischen Menschen. Der Rest ist Geschichte, wie eigentlich auch der Teil vor dem Rest.
Bald schon waren sich dann die Experten einig: Es hat zuviel Kontakt gegeben und es muss jetzt weniger Kontakt geben, und während man sich hier in Europa vermutlich noch den Kopf zerbrochen hat, ob es überhaupt praktisch möglich ist, eine Millionenstadt nach außen hermetisch abzuriegeln, haben es die Chinesen einfach gemacht und das wurde dann auch irgendwie nachgemacht. Etwas spät vielleicht, denn in ein paar Skihütten in den Tiroler Bergen hatten zu der Zeit noch viele Menschen miteinander Kontakt, von denen irgendeiner Kontakt hatte mit einem, der Kontakt hatte mit einem, der Kontakt hatte mit einem, der in Wuhan eine Fledermaus gejausnet hat und plötzlich brach Panik aus.
Gleich zwei Minister und der Kanzler kontaktierten dann die Presse zum Informationsaustausch. Bei einfachen Menschen in der Mitte der Gesellschaft hieße das: „Sich Treffen“ oder vielleicht „Party“. Sind aber die Minister und die Presse involviert, und ist die Lage ernst, dann heißt das „Konferenz“. Fakt ist aber: Kontakt ist Kontakt. Die Minister nahmen so Kontakt mit der Bevölkerung auf und sagten: „Trefft euch um Himmels Willen weniger, sonst kann es gut sein, dass alle sterben. Arbeiten ist auch „sich Treffen“, also bitte auch nicht arbeiten.“, und obwohl die Gesellschaft dieser Tage bezüglich politischer Kundgebungen vom Populismus mürbe und ein bisschen taub geworden ist, wurde diese Warnung respektiert und sehr ernst genommen.
Sollte es wirklich ganz anders gewesen sein, nämlich dass ursprünglich die drei apokalyptischen Reiter in ihrem geheimen Kämmerchen heimlich beisammen gesessen sind und ein Virus erfunden haben, um den Menschen die Zeit zu vermiesen, weil die sich dann weniger kontaktieren und sich weniger lieb haben, dann kann man nur sagen: Ihr Schuss ist nach hinten losgegangen. Entgegen ihrem heimlichen Plan kontaktierte nämlich ein Minister einen Werbeproduzenten und dieser Werbeproduzent kontaktierte eine ältere, bislang eher unbekannte Schauspielerin, die dann per Fernsehen die Gesellschaft kontaktierte, und zwar mit dem volksnahen großmütterlichen Rat: „Wir haben doch unsere Handys.“. Und obwohl die Menschen eigentlich wissen, dass sie ein Handy haben, hat diese Erinnerung Großes angerichtet. Der Rat wurde mehr als nur eifrig befolgt und es kam zum täglichen Austausch mit der gesamten Familie und fast vergessenen Freunden: Eine andere Art von Kontakt als vorher, aber eher mehr als sonst, und sicher nicht weniger, und das war nur der Anfang.
Beim Einkaufen im Geschäft, da gab es so viel Kontakt, wie schon lange nicht mehr. Es ist nicht so lange her, da war man selbst noch mit jemandem sehr ungeduldig, der am Kühlregal für die Auswahl seines Joghurts eine Weile brauchte, und zwar aus Egoismus. „Wie kann einen so ein Brüter nur am eigenen Vorankommen derartig hindern?“, fragte man sich. Jetzt nickt man sich höflich zu und wartet mit Geduld, bis man selbst zu seinem Joghurt greifen kann. Und die unlängst noch so unentbehrliche Lebenszeit ist plötzlich einfach da.
Plötzlich ist auch Zeit, sich nach der Gesundheit älterer Mitmenschen zu erkundigen und diese in ihrem Alltag zu unterstützen, vorher haben genau diese Mitmenschen aus dem Blickwinkel vieler nur noch unnötig Geld gekostet, weil sie nicht mehr arbeiten gehen und trotzdem wohnen und essen wollen. Unklar ist, ob es während dieser Zeit je dazu gekommen ist, dass eine gesellschaftlich angesehene Hochschulprofessorin und ein gesellschaftlich geächteter Schwerverbrecher miteinander ins Gespräch gekommen sind, aber wenn es so gewesen wäre, sie hätten ein Gesprächsthema gehabt, das beide auf Augenhöhe und mit viel Wertschätzung für einander diskutieren konnten: Das neuartige Coronavirus.
Sollte es so gewesen sein, dass die apokalyptischen Reiter daraufhin erzürnt ihre Pferde steigen ließen und aus Rache eine Maskenpflicht erfunden haben, dann haben diese hinzunehmen, dass auch dieser Schuss nach hinten losgegangen ist. Denn wir Menschen können der Kontaktaufnahme durch Nähe und Berührung beraubt werden, und durch einen Fetzen im Gesicht unserer Mimik beraubt werden, aber dann setzen wir eben mehr auf die Sprache, und auch auf den spannungsvollen Austausch per Augenaufschlag, den Blickkontakt. Kontakt ist wie ein Gebirgsbach, der, wenn er auf eine scheinbar unüberwindbare Stelle stößt, nach neuen Wegen sucht und er findet.
Wenn die apokalyptischen Reiter irgendwas bewirkt haben, dann nur, dass wir wieder Sehen gelernt haben, dass ein friedlicher Umgang mit den Mitmenschen und der Umwelt auch in unserer modernen, pluralistischen Gesellschaft leicht möglich ist. Daran haben viele nicht mal mehr geglaubt und jetzt wissen die es wieder.
Und das alles nur, weil Ozzy Osbourne 1982 eine Fledermaus gegessen hat.